Fahrradkurier
Fahrradkuriere gibt es vorzugsweise in Großstädten da nur dort deren Vorteile richtig zur Geltung kommen. Sie sind im Regelfall extrem wenig, kommen auch noch dort voran wo andere Fahrzeuge wie Autos im Stau stehen, dürfen auch in Fußgängerzonen (wobei dort geschoben werden sollte), brauchen fast keinen Parkplatz und können praktisch überall abgestellt werden. Ein Nachteil ist die relativ geringe Reichweite, die in erster Linie vom Fahrer abhängt. Ein weiterer Nachteil sind die recht begrenzten Kapazitäten für den Transport. Es können nur relativ kleine und nicht zu schwere Sendungen befördert werden. Noch ein Problem kann in den Städten das Risiko sein das meist recht gute Gefährt gestohlen zu bekommen. Eine erstklassige Diebstahlsicherung ist daher Pflicht. Für den Job des Fahrradkuriers braucht man eine sehr gute Kondition da nur der Fahrer das Tempo bestimmt und meist ein recht hohes gefordert wird. Sie holen die Versandobjekte beim Absender ab und bringen sie meist direkt zum Empfänger. In sehr weiträumigen Städten werden diese aber auch gelegentlich in Gebiete aufgeteilt für die Fahrer eingeteilt werden. Dort kann es passieren das Sendungen auch mal entweder über die Zentrale des Unternehmens oder an vereinbarten Treffpunkten an einen anderen Fahrer weitergereicht werden. Gute Koordination des zuständigen Disponenten ist daher gefragt. Heute ist das nicht mehr so schwierig da der Mobilfunk die Kommunikation deutlich erleichtert. In früheren Zeiten musste von einer Telefonzelle aus Kontakt aufgenommen oder in die Zentrale zurückgefahren werden um Sendungen zu übergeben oder neue zu bekommen. Ein solcher Betrieb kann im Verhältnis relativ preisgünstig arbeiten da es keine Kosten für einen Fuhrpark (meist arbeiten die Kuriere mit den eigenen Rädern), Benzin oder Steuern für die Fahrzeuge gibt. Der Job des Fahrradkuriers ist nur etwas für Menschen die gern draußen sind und denen es nichts ausmacht im Sommer sowie im Winter mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Schnee ist in den Großstädten meist kein so großes Thema aber kalt ist es trotzdem. Außerdem gibt es da noch den Regen und die von den Autos hochgewirbelte Nässe. Gute Funktionskleidung ist für den Fahrer daher sehr wichtig. Er muss über eine große Ausdauer verfügen und sehr belastbar sein. Auch anfällig für Krankheiten sollte er nicht sein und über ein robustes Immunsystem verfügen. Dieser Job wird meist von jüngeren Leuten, oft von Studenten die zu ihrem Studium arbeiten müssen, ausgeübt. Es gibt in fast allen deutschen Großstädten Fahrradkuriere und sie sind dort auch sehr wichtig.